Dr. Claudia Kolletzki, Aachen:

Was können wir mit unseren Füßen nicht alles machen! Unsere Füße tragen uns. Sie geben festen Stand. Wir marschieren und stampfen protestierend auf. Beim Spielen und Tanzen drücken wir mit ihnen unsere Freude aus und beim Pilgern lassen wir uns in die Weite Gottes tragen: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ heißt es in Psalm 31,9.
Unsere Füße sind neben den Knien die Körperteile, die am meisten beansprucht werden. Ist ein Fuß verletzt, sind wir unbeweglich und hilflos.

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Psalm 31

2HERR, bei dir habe ich mich geborgen. Lass mich nicht zuschanden werden in Ewigkeit; rette mich in deiner Gerechtigkeit! 3Neige dein Ohr mir zu, erlöse mich eilends! Sei mir ein schützender Fels, ein festes Haus, mich zu retten! 4Denn du bist mein Fels und meine Festung; um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten. 5Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; denn du bist meine Zuflucht. 6In deine Hand lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du Gott der Treue. 7Verhasst waren mir, die nichtige Götzen verehren, ich setze auf den HERRN mein Vertrauen. 8Ich will jubeln und deiner Huld mich freuen; denn du hast mein Elend angesehn, du kanntest die Ängste meiner Seele. 9Du hast mich nicht preisgegeben der Hand meines Feindes, du stelltest meine Füße in weiten Raum.10HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst; vor Gram sind mir Auge, Seele und Leib zerfallen. 11In Kummer schwand mein Leben dahin, meine Jahre vor Seufzen. Meine Kraft ist ermattet wegen meiner Sünde, meine Glieder sind zerfallen. 12Vor all meinen Bedrängern wurde ich zum Spott, zum Spott sogar für meine Nachbarn. Meinen Freunden wurde ich zum Schrecken, wer mich auf der Straße sieht, der flieht vor mir. 13Ich bin dem Gedächtnis entschwunden wie ein Toter, bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. 14Ich hörte das Zischeln der Menge - Grauen ringsum. Sie taten sich gegen mich zusammen; sie sannen darauf, mir das Leben zu rauben. 15Ich aber, HERR, ich habe dir vertraut, ich habe gesagt: Mein Gott bist du. 16In deiner Hand steht meine Zeit; entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger! 17Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, hilf mir in deiner Huld! 18Lass mich nicht zuschanden werden, HERR, denn ich habe zu dir gerufen! Zuschanden werden sollen die Frevler, sie sollen verstummen in der Totenwelt. 19Jeder Mund, der lügt, soll sich schließen, der Mund, der frech gegen den Gerechten redet, hochmütig und verächtlich. 20Wie groß ist deine Güte, die du bewahrt hast für alle, die dich fürchten; du hast sie denen erwiesen, die sich vor den Menschen bei dir bergen. 21Du verbirgst sie im Schutz deines Angesichts vor den Verschwörungen der Leute. In einer Hütte bewahrst du sie vor dem Gezänk der Zungen. 22Gepriesen sei der HERR, denn er hat seine Huld wunderbar an mir erwiesen in einer befestigten Stadt. 23Ich aber sagte in meiner Angst: Ich bin verstoßen aus deinen Augen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir um Hilfe rief. 24Liebt den HERRN, all seine Frommen! Seine Getreuen behütet der HERR, doch reichlich vergilt er dem, der hochmütig handelt. 25Euer Herz sei stark und unverzagt, ihr alle, die ihr den HERRN erwartet.

© 2016 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart

Mit Röntgenaugen sehen, heißt etwas erkennen was ich mit bloßem Auge nicht sehen kann.

Unsichtbares wird sichtbar, Vermutung wird Erkenntnis 

Schmerz hat nun eine sichtbare Ursache

Ich kann mich dieser Ursache stellen, Ihr auf den Grund gehen

Heilung ist möglich, wenn ich meine Augen nicht wieder verschließe

Kristiane Ripp

Veronika:

  • Sie reicht Jesus ihr Tuch, um seinen Schweiß und sein Blut zu trocknen.
  • Eine Frau leidet mit, zeigt Zuwendung, Tröstung und innere Verbundenheit.
  • Ein Dienst ohne Worte mit einem Stück Stoff, der Linderung und Stärkung im Leid schafft.
  • Der Kreuzweg kann immer wieder neu erinnern, dass Gott uns auch in schwersten Stunden nahe ist. Dass er uns Menschen zur Seite stellt, die uns ein Tuch reichen, die anpacken und helfen.
  • Es ist eine Einladung an uns hinzuschauen, mit dem Herzen zu entscheiden und das zu tun, was möglich ist.

Öffne meine Augen und Herz für das Kreuz unserer Zeit. 
Und lass mich zur Stelle sein, wenn meine Hilfe notwendig ist.

Lydia:

  • In der Apostelgeschichte wird von einer Stoff- bzw. Purpurhändlerin aus Philippi/Kleinasien berichtet, einer ehemaligen Sklavin aus Lydien. Diese nahm Paulus in ihr Haus auf, ließ sich und alle, mit denen sie gelebt hat, taufen.
  • Damit wurde sie Teil der urchristlichen Gemeinde und Bezugsperson für andere Menschen christlichen Glaubens. Sie öffnete ihr Herz und ihr Haus für den neuen Glauben.
  • Der erste Christ Europas war weiblich!
  • Lydia steht für Menschen, die Gott suchen. Für Gemeinden, die sich fragen, wie es weiter gehen soll. Für die Kirche, die sich gerade verändert.

Wie Lydia möchte ich entschlossen sein und meinen Weg gehen.
Ich möchte ernsthaft das tun, was mir wichtig ist, und doch meinem Glauben treu sein.

Claudia Ransmayer