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Die Herz-Jesu-Kirche in Plauen & andere Bauten der Gemeinde

Ein Geschichtlicher Überblick über 100 Jahre

Vorgeschichte

Plauen und das Vogtland treten in den Blickpunkt der urkundlich fassbaren Geschichte mit der Weihe der St.-Johannis-Kirche im Jahre 1122 durch Bischof Dietrich von Naumburg. Damit beginnt kirchliches Leben im Zuge der Missionierung von Norden her in unserem noch teils von Slawen bewohnten Land, gefördert von den Grafen v. Everstein, später von den Vögten von Weida und Plauen. Ein Jahrhundert später lässt sich der Deutsche Orden in Plauen nieder, übernimmt die Kirche und errichtet einen Neubau, von dem noch wesentliche Teile in der heutigen Kirche erhalten sind. Im gleichen Jahrhundert (13.) siedelt sich ein Dominikanerkloster in Plauen an und Gottesdienste werden außerdem noch in zwei Hospitälern und drei Kapellen in und vor der Stadt gefeiert.

Mit der Einführung der Reformation erlischt um 1540 in Plauen und dem gesamten Vogtland katholisches Leben für genau 300 Jahre völlig, gemäß der Regelung: Cuius regio, eius et religio, also der Herrscher bestimmt die Religion. 

Erst im Jahre 1840 findet der erste katholische Missionsgottesdienst in der heutigen Lutherkirche, 1722 als Gottesackerkirche geweiht, statt, und in der Folge wird zweimal jährlich von Zwickau aus Hl. Messe für die wenigen Katholiken gefeiert, es waren nur 39 im Jahr 1843! Aber durch das enorme Wachsen der Stadt am Ende des 19. Jahrhunderts dank seiner aufblühenden Textilindustrie zog es viele Menschen aus katholischen Ländern Deutschlands hierher, was folgende Zahlen deutlich zeigen: In der Zeit von 1840 bis 1905 stieg die Stadtbevölkerung von 10.000 auf 105.000, also auf das 10fache, dagegen die Zahl der Katholiken von 39 auf 7600, das ist das 190fache!

Weitere Meilensteine auf dem Weg des katholischen Lebens sind 1859 die Anstellung eines Expositus (Kaplans), 1861 die Einrichtung einer Kapelle in einem Haus in der Schlosstraße, die schon bald viel zu klein wird, da sie nur maximal 200 Personen fasste, schließlich am 1. Juli 1892 die Errichtung der Pfarrei mit Paul Kaiser als erstem Pfarrer, der schon ein Jahr später einen Kaplan bekommt.

Der Bau von Kirche und Schule

Die zuvor geschilderte Entwicklung zielte zwangsläufig auf den Bau einer neuen katholischen Kirche in Plauen hin. Ein Kirchbauverein, 1890 gegründet, nimmt sich neben dem Pfarrer dieser Aufgabe an. 1895 wird das Grundstück für den Bau für 43.000 Mark erworben. Für den Bau selbst muss weiter gesammelt werden. Aber die wachsende Zahl von Kindern in der Gemeinde lässt eine eigene Schule dringlicher erscheinen als eine Kirche. So entsteht auf dem erworbenen Grundstück zuerst eine katholische Schule, an der ab 1899 zwei Lehrer die anfangs 180 Kinder unterrichten. Im Folgejahr bereits erhält die Schule einen Anbau, denn die Kinderzahl steigt auf 300. Vorausgeblickt sei erwähnt, dass 1908 noch eine zweite katholische Schule dazukommt. An beiden Schulen unterrichten jetzt elf Lehrer 753 Kinder. Vier Jahre später sind es 1020 Kinder!

Im Frühjahr 1901 war es dann soweit, „im Vertrauen auf Gottes und guter Menschen Hilfe“ - wie es in der Chronik heißt - kann mit dem Kirchbau begonnen werden. Am 27. Juni 1901 legt Prälat Maaz, der Apostolische Provikar im Königreich Sachsen (das Bistum Meißen war noch nicht wieder errichtet) den Grundstein. Der Bauherr Pfarrer Karl Rothe kann viele Geistliche aus Sachsen, Böhmen und Bayern begrüßen und unter den staatlichen Vertretern sieht man den Oberbürgermeister Dr. Schröder und den Amtshauptmann Dr. Hartmann. Auch der Plauener Superintendent macht die drei symbolischen Hammerschläge auf den Grundstein. Eine solche Haltung der evangelischen Kirche gegenüber der wieder erstarkenden katholischen war damals durchaus keine Selbstverständ­lichkeit, wie ein Zwickauer Amtsblatt sehr unmissverständlich zum Ausdruck brachte. 

Rasch geht der Bau voran. Schon im Herbst dieses Jahres ist der Bau unter Dach und es kann über den Winter innen weitergebaut werden. Nach anderthalb Jahren Bauzeit wird im September 1902 der Bau vollendet. Am 28. September desselben Jahres, im 25. Jahr des Pontifikats Leo XIII. und im 28. Regierungsjahr von König Albert von Sachsen, rufen die vier Glocken vom Turm zum ersten Mal die Gemeinde ins neue Gotteshaus. Da Bischof Dr. Wahl erkrankt war, erfährt der Bau vorerst noch nicht die Konsekration, sondern Prälat Maaz benediziert die Kirche - wie bei Kapellen üblich - unter großer Anteilnahme von Kirche und Staat und übergibt sie zur Nutzung durch die Pfarrgemeinde. Geweiht ist die Kirche dem Heiligsten Herzen Jesu, der Gottesmutter Maria und dem Hl. Josef.

Die Konsekration der Kirche, die einer Pfarrkirche zukommt, führt Bischof Dr. Wuschansky erst drei Jahre später am 10. September 1905 durch. In der Chronik heißt es zur Weihehandlung: „Die kirchlichen Zeremonien begannen um 7 Uhr unter Assistenz von acht Geistlichen aus nah und fern. Gegen 1/2 10 Uhr wurde die Kirche den Gläubigen geöffnet und sofort war sie bis auf den letzten Platz besetzt. Gegen 1/2 11 Uhr war die Weihefeier beendet und es begann das feierliche Pontifikalamt. Der Cäcilienchor führte während desselben die Messe „Ite misse est“ von Lobmiller auf. Zum Schluss richtete der hochw. Herr Bischof eine Ansprache an die Gemeinde, in der er die Zuhörer ermahnte, sich der Segnungen, die nun der neuen Kirche zuteil geworden, würdig zu erweisen /…/ Den Schluss bildete ein feierliches Te Deum.“ Also eine Feier von gewiss fünf Stunden!

Der Bischof bestimmt, dass jährlich am Sonntag nach Mariä Geburt das Kirchweihfest begangen werden soll.

Baubeschreibung der neuen Kirche

Die Kirche wurde nach den Plänen des Leipziger Architekten Julius Zeißig im neoromanischen Stil errichtet. Die Baukosten beliefen sich auf 225.000 Mark. Hauptmerkmal ist die basilikale Anlage, breites Mittelschiff (B 12m, H 15m), das sich durch einen Triumphbogen zu dem etwas eingezogenen Chor mit halbrunder Apsis öffnet, zwei schmale niedrigere Seitenschiffe (B 3,20m, H 7,50m) mit geradem Schluss, ein Querschiff fehlt. Die innere Länge der Kirche beträgt 33,40m, die Gesamtlänge 42,50m, die Firsthöhe 20m und die Turmhöhe ist 48m.

Beim Äußeren des Baus sind alle betonten Architekturteile, wie der Turm, die Fensterrahmungen, Pilaster und Rundbogenfriese, in roten Klinkern, die Portale in Postelwitzer Sandstein und alle Wandflächen in Rauputz ausgeführt. An der linken Turmecke sind die Apostel Petrus und Paulus als Flachrelief in Sandstein dargestellt.

Die Kirche ist über das unterm Turm liegende reich verzierte Hauptportal sowie durch zwei Seitenportale zu betreten. Die drei Schiffe erstrecken sich über fünf Joche. Das Hauptschiff ist mit Kreuzrippengewölbe versehen. In den Seitenschiffen und unter der Empore finden wir Kreuzgratgewölbe. Sehr gedrungene Sandsteinstützen im Wechsel zwischen Säule und Pfeiler trennen die Schiffe voneinander. Die Kapitelle zeigen reiche Bildhauerarbeit. Im fünften Joch tragen zwei Säulenpaare die Orgelempore, unter der ein Quergang liegt. Die typischen Rundbogenfenster zeigen Jesus, den guten Hirten, sowie die Hll. Bonifatius, Benno von Meißen, Elisabeth, Cäcilia und Johannes den Täufer, teils auch nur farbige Ornamente. Reich bemalt sind der Altarraum mit dem Triumphbogen und die Bögen zwischen den Stützen.

Zur Ausstattung im Inneren ist zu sagen: Beim Hochaltar ist die Mensa, der Tisch, aus Sandstein gefertigt, auf Doppelsäulen ruhend, geziert mit dem Agnus Dei, das Retabel, der Aufsatz, aus dunklem Eichenholz, teils vergoldet, schmücken die halbplastischen Reliefs, farbig gefasst, der alttestamentlichen Opfer von Abraham und Melchisedek. Im Altar ruhen die Reliquien der Hll. Märtyrer Justus und Donata. Die beiden Altäre in den Seitenschiffen mit den farbigen Statuen von Maria und Josef sind aus dunklem Eichenholz reich geschnitzt gefertigt, ebenso die Kanzel mit den geschnitzten Reliefs der vier Evangelisten sowie die beiden Beichtstühle und die Bänke. Im Triumphbogen steht auf einem geschnitzten Balken die lebensgroße Kreuzigungsgruppe, farbig gefasst, darunter die reich verzierte Kommunionbank.

Die Orgel auf der Empore ist geschaffen von der Firma Furtwängler und Hammer in Hannover, hat 27 klingende Register, zwei Manuale und Pedal, der Prospekt ebenfalls von dunkler Eiche, teils vergoldet.

Einen Kreuzweg erhält die Kirche erst 1912. Er ist gemalt von Paul Krombach, München, auf Kupferplatten als Kopie des Originals von Martin Feuerstein in der Münchner Annenkirche.

Weitere Baulichkeiten in der Pfarrei

Zu Schule und Kirche kommen in der Folgezeit weitere Bauten hinzu, die das Gemeindeleben mit prägten. Im September 1909 kann das eigene Pfarrhaus neben der Kirche bezogen werden. Vorher wohnten die Geistlichen in verschiedenen Häusern in der Stadt. Gegenüber der Schule entsteht in der Ziethenstraße 10 (heute Thomas-Mann-Straße) im Jahre 1913 das St.-Elisabeth-Stift. Drei Graue Schwestern der Hl. Elisabeth aus Neiße in Schlesien leiten anfangs ein Mädchenpensionat, später bis zum Jahr 1986 ein katholisches Altersheim.

 

Kurz nach Wiedererrichtung des Bistums Meißen weiht der neue Bischof Dr. Christian Schreiber, am 19. November 1921 die neu erbaute St.-Karl-Borromäus-Kirche in der Nachbarpfarrei Oelsnitz Vogtland, die ab 2002 zur Pfarrei Plauen-Oelsnitz gehört. 

Im Jahre 1931 kommen gleich zwei wichtige Bauten zu den Immobilien der Pfarrei hinzu. Dem segensreichen Wirken des damaligen hier tätigen Kaplans Albert Erdle sind als liebgewordene Einrichtungen zu verdanken: die St.-Ulrichs-Kapelle in Weischlitz und unser Gemeindehaus Kolpingheim in der Richard-Hofmann-Straße. In unermüdlicher Arbeit predigt und sammelt Erdle in katholischen deutschen Landen und schuf so die finanziellen Voraussetzungen dafür. Nach nur 4 1/2-monatiger Bauzeit kann am 13. September die kleine Kapelle in Weischlitz hoch über der Elster benediziert werden. Im anschließenden Levitenamt im Freien predigt der inzwischen zum Landessekretär des Bonifatiusvereins von Bayern gewordene Bauherr Erdle. Ebenso große Freude herrscht bei der Weihe des Kolpingheims nach einem Festhochamt am 3. Adventssonntag des gleichen Jahres. Über 73 Jahre soll das Haus die Gemeinde immer wieder zusammenführen.

Das Nazi-Regime und der 2. Weltkrieg bleiben nicht ohne Folgen für die Gemeinde. Der Sonntagsgottesdienst, seit 1912 in der zweiten katholischen Schule in der Südvorstadt abgehalten, wird 1938 verboten, beide katholische Schulen 1939 als Bekenntnisschulen aufgelöst und die Gebäude enteignet.

Am 8. April 1945 brennt durch Bombentreffer das Elisabethstift aus. Schwestern und Heimbewohner können sich retten und werden im Pfarrhaus untergebracht. Kirche und Pfarrhaus kommen in der Schreckensnacht mit den schwersten Bombenangriffen auf Plauen am 10. April 1945 mit Schäden an Dächern und Fenstern trotz zahlreicher Brände ringsum davon.

Bauliche Veränderungen an der Kirche

Mit der ersten Renovierung in ihrer Geschichte erhält die Kirche in den Wochen nach Ostern 1951 einen durchgehend hellen Anstrich. Die Fenster werden in moderner Art farbig verglast, aber ohne bildliche Darstellungen. Die Heizung wird wieder funktionsfähig. Einen völlig neuen Raumeindruck macht nun die Kirche. Die lichte helle Weite lässt Altäre, Kreuzigung, Kanzel, aber auch die Kapitelle, die Gewölberippen und das Friesband um die Orgel umso deutlicher hervortreten.

Acht Jahre später, 1959, erhält der Altarraum ein völlig neues Gesicht. Der ursprüngliche Altaraufbau und die Kreuzigung werden entfernt. Der Altartisch wird mit rotem Porphyr umkleidet und erhält einen Bronzetabernakel mit vier Szenen aus dem Neuen Testament: Verkündigung an Maria, Fußwaschung, Kreuzigung und Hochzeit zu Kana. Der Entwurf stammt vermutlich von Artur Becker, der Guss von Noack, beide Leipzig. Dr. Nawroth, Görlitz, malt in die Apsisrundung ein 48 m² großes Fresco al buono „Christus, Herr der Welt“. Neue Bodenleuchter, Kruzifix und Ewiges Licht ergänzen die Neugestaltung. Nur langsam identifiziert sich die Gemeinde mit dem neuen Eindruck ihrer Kirche.

Im Jahr 1976 macht sich eine Turmreparatur notwendig. Nach Erstellung eines Holzgerüstes deckt die Fa. Burkmann die Turmhaube mit Kupfer ein. Die Fa. Munser fertigt auf die Spitze eine neue vergoldete Kugel mit Kreuz. Die Kosten für das Gerüst betragen 45.000 M, für die Reparaturen selbst 80.000 M.

Die völlige Neugestaltung des Innenraums der Kirche, wie man ihn heute noch vorfindet, erstreckt sich vom Frühjahr 1980 bis Herbst 1982. Die Projektierung übernahm Architekt Hubert Paul aus Flöha. In der Apsis wird die Kreuzigungsgruppe wieder angebracht. Die fünf Bogen der Blendarkaden, die noch beim Bau zugemauert wurden, sind jetzt freigelegt. In einem der Bogen befindet sich der neue Tabernakel aus getriebenem Kupfer und Emaille, einen Lebensbaum darstellend, geschaffen neben den Leuchtern vom Ehepaar Seelig aus Rüdersdorf bei Berlin. Die Kanzel wird zum Ambo umgestaltet und an den Altarstufen aufgestellt. Der Altarraum wird mit Theumaer Platten ausgelegt. Die Altarinsel wie der Altar selbst sind aus Sandstein gefertigt. Den Altar erstellt die Fa. Elbenaturstein nach Plänen des Architekten, Kosten 8360 DM! Die eingelassenen Reliquien stammen vom alten Altar. Die beiden Fenster im Chor werden neu verglast, gefertigt nach Entwürfen von Farbingenieur Hirsch von der Fa. Joachim Lange, beide Plauen. Als Themen sind dargestellt: Herz Jesu, Quell des Lebens, und Herz Jesu, Feuerherd der Liebe. Die Seitenaltäre sowie die Beichtstühle werden entfernt. Der Taufstein steht jetzt im linken Seitenschiff. Der Quergang unter der Empore wird mit einer modernen Konstruktion abgetrennt und dient jetzt als Werktagskapelle, deren Stirnseite ein Relief ziert, entstanden aus dem alten Tabernakel. Das dunkle Gestühl und die Türen werden abgebeizt und zeigen sich in einem hellen, natürlichen Farbton. 

Der gesamte Kirchenraum wird dezent in Weiß und Hellgrau gestrichen, nur die Gewölberippen zeigen sich in Ziegelrot und die imitierten Schlussteine in Gold.

In großer Freude und Dankbarkeit versammelt sich die Gemeinde und Vertreter der Ökumene am 20. November 1982, wo in einem feierlichen Gottesdienst Bischof Gerhard Schaffran den neuen Altar weiht.

Im Jahr 1996 wird der Turm baulich eingehend saniert und auch die Glockenanlage überholt. Ab Ostern 1997 läuten wieder alle vier Glocken. Im gleichen Jahr wird der Kirchplatz neu gestaltet, die Mauern und Treppen rekonstruiert, zum Hauptportal eine behindertengerechte Auffahrt geschaffen und nach altem Vorbild werden Geländer und Leuchten neu gegossen. Die Kosten für den Turm liegen bei ca. 700.000 DM, für den Kirchplatz bei 40.000 DM. 

Im Herbst des Jahres 2002 wird auf dem Dach des Hauptschiffs der Kirche eine Photovoltaikanlage installiert, die die gesamte Fläche des Süddachs einnimmt. Mit dieser technischen Neuerung, die Vorbildwirkung hat, installiert von der Sachsen Solar AG Dresden, soll über 220 Module auf 190 m² Fläche jährlich    ca. 21.500 kW Strom umweltfreundlich produziert werden - der Verbrauch von  8 Haushalten, und damit der Ausstoß von 17.700 kg Kohlendioxid vermieden werden. Die Baukosten von etwa 200.000 Euro werden zur Hälfte über eine Bundesstiftung gefördert. Den Rest finanziert die Gemeinde über Kredit. Am   13. Dezember 2002 wird die Anlage feierlich in Betrieb genommen und am Sonntag danach von Pfarrer Bahmann gesegnet.

Neue Bauten in der Gemeinde

Kurz sollen weitere Baumaßnahmen ab 1990 erwähnt werden, die sich in unserer Pfarrei vollzogen. 

Unser Gemeindehaus Kolpingheim, das schon seit DDR-Zeiten einer eingehenden Rekonstruktion und Erweiterung unterzogen wurde, wird nach 8jähriger Bauzeit am 28. Juni 1992 durch Weihbischof Weinhold gesegnet und steht der Gemeinde wieder zur Verfügung.

Am 1. Mai 1992 gehen die Häuser des bisher städtischen Alters- und Pflegeheims Schminckestraße und Zadera mit großem Parkgelände in Rechtsträgerschaft der Pfarrei über mit dem Ziel, dort für ein großes modernes Seniorenzentrum einen Neubau zu errichten. Nach dem ersten Spatenstich im September 1992 beginnt der Bau. Am 9. Juni 1995 segnet Bischof Joachim Reinelt im schon weit fortgeschrittenen Bau unter großer Teilnahme der Gemeinde den Grundstein. Auf ihm ist die Elisabeth-Rose, ein Kreuz, die Jahreszahl und das Patrozinium „St. Elisabeth“ zu sehen. Die Hammerschläge führen u.a. der Bischof und der Architekt Richard Barthley aus. Noch im gleichen Jahr im Oktober wird Richtfest gefeiert. 

Die feierliche Einweihung des neuen Seniorenzentrums findet am 7. Dezember 1996 statt, nachdem die Senioren bereits aus den drei alten Häusern im September eingezogen waren. Unter Anwesenheit der Heimbewohner, des Personals, der Architekten und Baufirmen segnet Bischof Reinelt das schöne Haus und übergibt den Schlüssel an die Heimleiterin, Frau Renate Kraus, der für ihre Arbeit in der Bauphase gedankt wird. Die Baukosten belaufen sich auf       ca. 17 Mio. DM, davon kommen 40% vom Freistaat Sachsen, 20% von der Stadt Plauen, 10% vom Ordinariat, 0,6 Mio. DM von der Fernsehlotterie „Goldene Eins“, für den Rest wird ein Kredit aufgenommen. Das neue Haus hat 90 Plätze. In der Thomas-Mann-Straße waren es gerade einmal 21.

Am 30. April 1999 zieht in das ehemalige Altersheim Schminckestraße nach entsprechendem Umbau das Malteser-Kinderhaus „St. Martin“ ein.

Das über 90 Jahre alte Pfarrhaus wird nach Rekonstruktion und Umbau im Erdgeschoss im Januar 2001 wieder bezogen und im Februar wird die auf dem Dach neu installierte Solaranlage gesegnet.

Zukünftige Bauvorhaben

Ein großer Wunsch der Gemeinde kommt in den letzten Jahren immer mehr in den Blickpunkt: ein modernes Gemeindezentrum mit größerem Saal und verschiedenen Einrichtungen und Verwaltungen unter einem Dach in Nähe der Kirche. Auf dem Weg dazu werden im Jahr 2004 mehrere Voraussetzungen geschaffen. Das Kolpingheim und das Haus Thomas-Mann-Straße 10 werden verkauft, eine Bedingung des Ordinariats für die Genehmigung des Projekts. Mit der Stadt wird ein Nutzungsvertrag für die ehemalige katholische Schule neben der Kirche abgeschlossen mit dem Ziel, sie zu kaufen und für die Zwecke der Gemeinde umzubauen. Seitdem wird der Bau provisorisch von der Gemeinde genutzt.

Als zweites Projekt steht die Sanierung der Kirche an. Das Mauerwerk ist schadhaft und innen ist eine Renovierung nötig. Dazu gibt es bereits Pläne des Architekten Christian Schaufel aus Dresden, in die zahlreiche Vorschläge aus der Gemeinde eingeflossen sind.